1 2 3
Mittwoch, 12. Juni 2013
Von

Digitale Revolution in Marketing und Markenkommunikation beleuchtet

SONY DSC

Rundum positive Bilanz unserer ganztätigen Fachveranstaltung mit hochkarätigen Referenten – 2014 soll es eine Neuauflage geben

Pfaffenhofen / Rohrbach (mh) Die Reaktionen schwankten zwischen ungläubigem Staunen und heller Begeisterung: Beim „Think Tank“, einer Veranstaltung unserer Agentur, beleuchteten hochkarätige Fachreferenten die digitale Revolution in Marketing und Markenkommunikation. Am Ende waren die Zuhörer tief beeindruckt von den bereits heute oder in naher Zukunft verfügbaren Möglichkeiten der digitalen und crossmedialen Interaktion. Gemäß dem Motto „Open your mind“ spukt auch schon der Gedanke an so manches neue Projekt in den Köpfen herum. Aufgrund der überaus positiven Erfahrungen soll es 2014 eine Neuauflage für den „Think Tank“ geben.

Wir hatten zum ersten Mal zum „Think Tank“ eingeladen und die Fachveranstaltung fand die erhoffte Resonanz: Rund 70 Kunden und externe Gäste nutzten die Chance, sich einen ganzen Tag lang über aktuelle und kommende Trends bei Marketing und Markenkommunikation zu informieren und sich Inspirationen zu holen. Denn der Wettbewerb ist hart und zukunftsorientierte Strategien sind nötiger denn je.

ADVERMA-Chef Franz Böhm eröffnete den „Think Tank“ im „BavarResi“ in Pfaffenhofen und sprach angesichts der vielen treuen Kunden unserer Agentur von der „ADVERMA-Familie“. Die Veranstaltung bot auch den richtigen Rahmen für Franz Böhm, um kurz auf den neuen Markenauftritt von ADVERMA hinzuweisen. Für unsere 1994 gegründete Agentur sei es an der Zeit gewesen, „uns selbst nicht immer hintenan zu stellen und das zu tun, was wir sonst für unsere Kunden machen“. Offiziell an den Start gehen will ADVERMA im geänderten Corporate Design mit Freischaltung der neuen Website voraussichtlich Anfang Juli. „Wir sind gespannt auf Ihre Meinung“, so Franz Böhm zu den Anwesenden.

Den rasanten Wandel auf dem Medien- und Marketingsektor – quasi das Grundthema des ganzen Tages – belegte Georg Obermayr, Technischer Leiter bei ADVERMA und Autor mehrerer Bücher und Fachpublikationen, als erster Referent mit Zahlen. Er hatte er eine Statistik parat, wie lange verschiedene Medien gebraucht haben, um weltweit 50 Millionen User zu generieren: das Radio 38 Jahre, das Fernsehen 13 Jahre, das Internet vier Jahre, der iPod drei Jahre und Facebook nur noch zwei Jahre. In seinem Vortrag zum Thema „Das exponentielle Zeitalter“ beantwortete er die Frage, wie Marketing und Markenkommunikation in der digitalen Welt von heute erfolgreich  funktionieren: „Eine relevante Story als Erlebnis aufbereiten und agil produzieren und kommunizieren.“ Was für ihn aber nicht das Ende der Printmedien bedeutet: Diese hätten vermutlich sogar „die besten Tage noch vor sich“ – und zwar nach dem Motto weniger Masse und höhere Qualität.SONY DSC

„Print, Radio und Fernsehen werden im Internet aufgehen“, prophezeite im Gegensatz dazu Florian Festl, stellvertretender Chefredakteur von Focus Online, in seinem Vortrag über Journalismus im Mobile-Zeitalter. Der Journalist von heute müsse ein „Multiplayer“ sein, erklärte Festl. Er wies weiter auf die extreme Zunahme der mobilen Aufrufe von Nachrichten hin und sieht die Zukunft nicht mehr in „mobile first“, sondern sogar in „mobile only“. Focus Online sei dabei „gut positioniert“ und heute nach bild.de und Spiegel Online die Nummer 3 im deutschen Internet-Nachrichtengeschäft.

„Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“: Mit diesen Worten eröffnete Dr. Andreas Kraushaar seinen Vortrag zum Thema „3D-Druck: Grundlagen, Techniken und Möglichkeiten“. Der Abteilungsleiter Vorstufentechnik bei der Fogra Forschungsgesellschaft Druck e. V. kann sich kaum eine Branche feststellen, in der 3D-Druck nicht einsetzbar sei; dabei stehe die Entwicklung noch am Anfang. Die extrem spannende Technologie lasse viel Raum für Kreativität, gebe aber auch noch Anlass für Diskussionen, z. B. über mögliche Gefahrenpotenziale (die voll funktionsfähige Waffe aus dem 3D-Drucker) oder über den Schutz des geistigen Eigentums. Die Anwesenden waren fasziniert von den Beispielen, wasschon heute alles aus dem 3D-Drucker kommen kann: von der Schraube über Kleidung und ein Handy bis zum menschlichen Ohr und zu einem Auto …SONY DSC

Nach der Mittagspause ging es weiter mit einem lockeren und unterhaltsamen Talk zwischen ADVERMA-Beraterin Franziska Steuer und Günther Schwab, Geschäftsführer von Schwab Rollrasen. Der Erfinder des Begriffs und deutsche Marktführer für Rollrasen hat seinen Sitz in Waidhofen nahe Schrobenhausen. Viele Zuhörer waren überrascht, was für ein spannendes Produkt Rollrasen ist – nicht nur für den Einsatz in berühmten Fußballstadien, sondern auch im privaten Hausgarten. Auf Innovation und Qualität setzt Schwab Rollrasen auch im Marketing. Zum Beispiel mit der von ADVERMA entwickelten App für die Rollrasenpflege nach dem Mondkalender. Die Schwab GmbH selbst arbeitet bereits seit rund 10 Jahren nach biodynamischen Prinzipien.

Um „Digital Publishing“ drehte sich der nächste Vortrag von Matthias Günther, Product Manager für App Studio, Autor und Dozent. „Deutschland ist auf diesem Markt noch ein schlafender Riese“, erklärte der Referent gleich zu Beginn. Unternehmen, die ihren Markterfolg nachhaltig sichern und bei ihren Kunden „Loyalität erzeugen wollen“, legte er deshalb dringend ans Herz, diesen immer wichtiger werdenden Marketingkanal frühzeitig zu besetzen. Bei den Apps erwartet er eine extrem dynamische Entwicklung. In Content-Apps ließen sich sogar eher langweilige Inhalte (z. B. in einem Geschäftsbericht) multimedial und spannend aufbereiten. Trotz aller App-Euphorie hält aber auch Matthias Günther Print nicht für tot, sondern weiterhin für ein wichtiges Kommunikationsmedium. Es gehe in erster Linie darum, eine interessante Geschichte zu haben und „die Message auf allen Kanälen zu erzählen“.

SONY DSC

Mehr von – teils bewegten – Bildern und optischen Reizen als von Worten lebte der letzte Vortrag des Tages von Thomas Gläser, User Experience Designer und Mitgründer von envis precisely, einem auf die Entwicklung von interaktiven Installationen spezialisierten Münchener Designstudio. Er zeigte einen kleinen Ausschnitt aus einer unbegrenzten Vielfalt an Möglichkeiten der kreativen und unterhaltsamen Mensch-Computer-Interaktion – vom 360°-LED-Screen über Eye-Tracking bis zu aufwendigen Klang- und Visualisierungsinstallationen.

Obwohl der „Think Tank“ bei tropischen Temperaturen stattfand und am Ende die Köpfe rauchten, lichteten sich die Reihen der Zuhörer auch nach der Mittagspause nicht und alle blieben bis zum letzten Vortrag. Ein deutliches Indiz dafür, wie spannend, überraschend und fundiert der Input war. Entsprechend positiv fielen auch die Reaktionen der Teilnehmer am Ende aus. Viel Lob gab es außerdem für die Location: Das BavarResi ist für Veranstaltungen dieser Art wie geschaffen. Bei der „Manöverkritik“ wir somit eine makellose Bilanz ziehen und die Entscheidung, dass der „Think Tank“ künftig eine feste Einrichtung werden soll, stand außer Frage.


Hinterlasse einen Kommentar